Parmacup 2016

Am 3. September fand die diesjährige Auflage des Parmacup statt, mit 27 Teams eines der größten Unterwasserhockey-Turniere überhaupt. Erstmals seit langer Zeit gab es eine deutsche Herrenmannschaft, zusammengesetzt aus Spielern vom TCO, München und einem „Legionär“ aus Zürich. Das Turnier war gedacht als erster Schritt zur Etablierung einer Herrennationalmannschaft.
Angeführt von Kapitän Toby Scott ging es in die Spiele der Vorrunde. Im ersten Spiel hatte die nichteingespielte Mannschaft noch große Probleme und lag schnell mit 0:2 zurück. Mit der Zeit kamen die Herren immer besser ins Spiel, verkürzten auf 1:2 und waren kurz vorm Ausgleich, als die Schlusssirene ertönte. Auch im zweiten Spiel war der Gegner anfangs überlegen, es gelang ihnen jedoch kein Tor, auch Dank der Zähigkeit von Marc Hänsel in der Abwehr. Einen gelungenen Angriff schloss Kamal Hummedah zum 1:0 ab, was auch das Endergebnis war. Mit diesem Erfolgserlebnis gelangen zwei weitere knappe Siege, wodurch die Herren ein wenig überraschend Gruppenerste wurden und sich damit für die Hauptrunde mit den besten Mannschaften qualifizierten. Hier warteten sehr erfahrene Teams wie Orca Bilzen (Belgien), einem der Turnierfavoriten, der 2:0 siegte. Die Partie gegen Mulhouse endete denkbar knapp mit 1:0, sodass am Ende der Hauptrunde nur ein Unentschieden gegen eine französische Mannschaft zu Buche stand.
Zum Abschluss gab es das Finale um den 7. Platz, in dem alle nochmal die letzten Reserven mobilisierten. Nach einer umkämpften Anfangsphase erzielte Conrad Wagner das 1:0. Danach versuchte der britische Gegner die deutschen unter Druck zu setzten und vernachlässigte seine Abwehr, sodass Mervin Seiberlich zwei Konter verwandeln konnte. Am Ende stand es 4:1. Insgesamt zeigte die Herrenmannschaft, dass sie international konkurrenzfähig ist.
TCO Weinheim, Infoblatt Oktober 2016 Seite 6
Für die Damennationalmannschaft war es der erste Auftritt nach der Weltmeisterschaft in Südafrika. Mit der TCO-Spielerin Iris Schomäcker im Sturm konnte der vierte Platz von sieben Teams in der Damendivision erreicht werden. Leider fehlte TCO-Spielerin Sabina Hillebrandt im Mittelsturm, wodurch der Sturm einiges an Stabilität einbüßte.
Nach einem starken Auftaktspiel gegen die Damenmannschaft aus Mulhouse, welches die deutschen Damen mit 9:0 deutlich für sich entscheiden konnten, folgten weitere Spiele gegen zwei Mannschaften aus Ungarn, eine Mannschaft aus Italien, eine gemischte Mannschaft aus Belgien und den Niederlanden sowie die britische Nationalmannschaft. Mit knappen 0:2 und 0:1 Niederlagen gegen die Plätze 1-3 war dabei durchaus noch Luft nach oben. Besonders erfreulich war, dass das Spiel gegen die Turniersieger aus Großbritannien mit 0:2 recht knapp ausfiel und sich unsere Damen damit deutlich stärker präsentieren konnten als noch auf der Weltmeisterschaft. Der Auftritt beim Parmacup gibt den deutschen Damen viel Selbstvertrauen für die Vorbereitung auf die im August 2017 anstehende Europameisterschaft in Ungarn.

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