22. Juli 2017: Gründung des VDST-Spielbetriebs im Unterwasser-Hockey

Zum ersten Mal in der Geschichte traten sechs deutsche VDST-Mannschaften im nationalen Wettbewerb gegeneinander an — jeder gegen jeden, eine volle Gruppenphase mit Spielen von je 12 Minuten, das war das Konzept des Ausrichters des UWH München e.V. in Taufkirchen (Vils). Der TCO Weinheim stellte für den ersten UWH-Spielbetrieb im VDST eine komplette Mannschaft und bildete zusätzlich mit den Münchnern eine Spielergemeinschaft.

Man merkte ein “Wir”-Gefühl unter den deutschen Hockeys am ersten Spieltag, den Stolz Mannschaften aus vier Städten (Berlin, Hannover, München und Weinheim) in einem Becken zu haben, trotz teilweiser sehr langer Anfahrten. “Auf einen Ligaspieltag fahren ist in den meisten Sportarten etwas Alltägliches. Bei uns hingegen fühlt es sich ganz besonders an. Deshalb waren alle hoch motiviert.”, sagt Conrad Wagner, Spieler TCO Weinheim e.V. Zusätzlich zum Spielbetrieb richtete der Münchner Verein ein internationales Turnier aus. Während die deutschen Teams ihre Gruppenphase für den Spielbetrieb absolvierten, spielten die Teams aus Tschechien, Slowenien, Schweiz und den Niederlanden eine internationale Gruppenrunde.

In der SpGm München/Weinheim starteten die zwei TCO-Spielerinnen Maja Bernhardt und Lea Witte zusammen mit sechs Münchnern und einem Saarländer beim Turnier in Taufkirchen. Am Vormittag standen die Partien des ersten deutschen Spieltags auf dem Programm. Das neu zusammen gewürfelte Team musste sich gleich zu Beginn den starken Gegner, dem TCO und UWH München I, geschlagen geben. Gegen die zweite Münchener Mannschaft wurde der erste Ligapunkt mit einem 2:2 Unentschieden gewonnen. Ein 4:3 Sieg gelang mit einer intensiven Schlussoffensive nach 1:3 Rückstand gegen das Team aus Hannover. Beim letzten Spiel des Vormittags setzte sich das Team mit 2:0 gegen Berlin durch. Mit zwei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen und insgesamt 8 Toren steht das Team auf dem vierten Platz der deutschen Liga.

Somit spielte die SpGm am Nachmittag in der zweiten Gruppe um die Turnierplatzierung. Hierbei traf das Mixed Team auf internationale Gegner aus Tschechien, der Niederlande und Slowenien, sowie erneut auf Berlin und Hannover. Die neu gewonnene Spielpraxis vom Vormittag reichte gegen die internationalen Teams nicht aus und man verlor deutlich. Insgesamt erreichte die SpGm den 11. Turnierplatz und alle Spieler nehmen außerdem viel Spielpraxis aus zehn intensiven Partien mit.

Mit viel Spannung wurden die Spiele der zwei stärksten Mannschaften UWH München I gegen den TCO Weinheim erwartet. Der TCO Weinheim ist die deutlich jüngere, jedoch am stärksten aufstrebende Mannschaft. Eine Mannschaft mit exzellenter Pucktechnik und der Spieleleganz ihres neuseeländischen Kapitäns Toby Scott. UWH München e.V. ist der größte UWH-Verein Deutschlands mit einem großen Pool talentierter Spieler und weist im Süden die längste Hockeyerfahrung auf. Und die Spannung war nicht zu Unrecht: Es trafen zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinander, in einem hart umkämpften Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Am Ende trennten sich die Teams 0:0. In der Tabelle führen die Münchner denkbar knapp punktgleich, aber mit einem Tor Vorsprung auf den TCO Weinheim. Das verspricht noch größere Spannung für die Rückrunde, die am 16.9. vom TCO Weinheim in Heidelberg ausgetragen wird.

Im Anschluss wurde der Sieger des Turniers ermittelt. Galathea (NED) siegte deutlich vor Wahoo (SUI). Der TCO Weinheim belegte im internationalen Vergleich als bestes deutsches Team Rang 3, punktgleich mit Zürich, aber leider mit ein paar Toren weniger, und sicherte sich den „bronzenen Marlin“ – das in Pokale gegossene Maskottchen der Münchner.

In diesem Sinne möchten wir uns bei den Organisatoren des UWH München e.V., beim VDST und der Sportkommission der Länder bedanken und freuen uns auf die Rückrunde in Heidelberg!