TCO

Für den letzten Spieltag der bislang äußerst erfolgreichen UWR-Landesliga-Saison hatte der WSC Langenau ins Bundeswehrbad Jungingen geladen – eine durchaus weite Anreise, zumindest für diejenigen, die tatsächlich von Zuhause kamen. Denn der TCO musste seine „Truppen“ aus allen Himmelsrichtungen zusammen ziehen, u.a. auch um den Ausfall einiger Leistungsträger zu kompensieren: Aus Heidelberg, Mannheim, Walldorf und Stuttgart kamen sie, aber auch – man spielt ja nicht nur Rugby am Wochenende – aus der Pfalz und vom Kaiserstuhl. Andere wagten sich gar aus dem angrenzenden Bayern bis ins Ulmer Umland um uns zu unterstützen. Immerhin ging es um nichts Geringeres als den Meistertitel – zwei letzte Spiele von denen es mindestens eins zu gewinnen galt.

Die ersten Gegner kamen aus Luxembourg und zeigten unter ihrem hochmotivierten Trainer bereits beim Einschwimmen, dass sie es heute wissen wollten. Es dauerte tatsächlich auch ganze 7 Minuten bis wir den ersten Treffer verzeichnen konnten, aber ab dann versenkten die Krafczyk-Brüder Johannes und Sebastian den Ball quasi im Minutentakt. Von einem Gegentreffer kurz vor der Pause ließen wir uns nicht aus der Ruhe bringen und so wurde in der 2. Halbzeit der Sack zugemacht, u.a. dank zweier Tore von Andi Betz. Gerüchte wonach auch Ansgar ein Tor erzielt hatte, konnte der Spielberichtsbogen nicht bestätigen – das wäre auch eine beeindruckende Leistung gewesen, hatte er sich doch erbarmt am Beckenrand auf den Nachwuchs aufzupassen. So stand es am Ende 7:1 – nicht ganz so deutlich wie in der Hinrunde, aber deutlich genug: Der Sieg und damit auch die Meisterschaft waren unser!

Trotzdem war natürlich nicht daran zu denken nach Hause zu fahren: Mit dem TC Freiburg wartete ja noch unser ärgster Konkurrent auf eine Revanche für ein knappes 2:0 und zwei vereitelte Strafwürfe in der letzten Begegnung. Was die wenigsten angesichts der sonst aggressiv auftretenden Freiburger für möglich gehalten hatten, geschah in der 1. Hälfte: Der TCO dominierte das Spiel vor dem gegnerischen Korb, hielt den Ball in den eigenen Reihen. Einziges Manko: Nach einem frühen Tor von Sebbi K. wollte sich zunächst kein weiterer messbarer Erfolg einstellen. Erst nach der Pause fiel das lang ersehnte 2:0 und bei Freiburg schien nun die Luft raus zu sein. Aber das Spiel war noch lange nicht vorbei. In der Endphase kam es zu gefährlichen „Abstimmungsunstimmigkeiten“ im Deckel, die mehrmals gerade noch in letzter Sekunde ausgebügelt werden konnten. Plötzlich waren die Freiburger wieder da und drängten unerbittlich zum Korb. Wir wurden nervös und ehe wir uns versahen, hatten wir uns in nur 2 Minuten 2 Gegentore eingefangen. Im extrem spannenden Finale setzten wir noch einmal alles daran, wenigstens das Unentschieden zu halten, hatten aber letztendlich noch großes Glück, dass die Schlusshupe uns – keine Sekunde zu früh – davor rettete, die erste Niederlage der Saison zu kassieren.

2:2 das unbefriedigende Ergebnis, aber trotzdem: Ende gut, alles gut! Nach 10 Spielen konnten wir die Saison 2018/19 als Tabellenführer der Landesliga Baden-Württemberg abschließen (28 Punkte), mit deutlichem Abstand auf Verfolger Freiburg (23 Punkte). Nachdem wir unsere Urkunde in Empfang genommen hatten, wurde mit (einem) Bier unter der Dusche und Schnitzel und Zwiebelrostbraten im Rentner-Raststätten-Restaurant Seligweiler dann aber eher moderat gefeiert. Mit der Relegation für die 2. Bundesliga wartet ja auch schon die nächste und wohl größte Herausforderung der Saison auf uns – jetzt also bloß nicht übermütig werden!

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