TCO

Zuhause ist es doch am schönsten – sollte man meinen. Zumindest fand der dritte Spieltag und damit der Beginn der Rückrunde der UWR Landesliga Baden-Württemberg im Hallenbad Seckenheim statt. Also im Prinzip ein Heimspiel, allerdings gab es dann doch die eine oder andere Überraschung.

In bewährter und routinierter Zusammenarbeit mit dem Shark Mannheim hat der TCO auch in dieser Saison wieder die Möglichkeit gehabt, einen Spieltag in der Landesliga auszurichten. Das eingespielte Team unter der Leitung von Sebastian Eisenhofer und Markus Karch hatte wieder ganze Arbeit geleistet. Der im Vorfeld gestartete Aufruf für Kuchenspenden wurde erhört, was zu einer wahren Inflation an selbstgemachten Kuchen, Schnittchen, und anderen Leckereien am Kuchenstand führte (mit dazugehörigem Verfall der Preise). Die Bewirtung wurde in den Punkten Qualität, Quantität, Service und Preis von allen Seiten nur mit Bestnoten belohnt. An dieser Stelle sei den Verantwortlichen (insbesondere Marina Blank) und Spendern nochmals ein schriftliches Trullala.

Wie es sich für eine echte Rückrunde gehört, wurden dieselben Begegnungen ausgetragen wie am ersten Spieltag, mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass wir wieder alle Spiele in Blau absolvierten. Der nicht so angenehme Nebeneffekt war, dass wir unsere Gegnerschaft deutlich unterschätzten, was am ersten Spieltag noch hervorragend funktioniert hat. Während ein Teil der Mannschaft schon gegen Stuttgart früh in Führung ging, der andere Teil sich am Kuchenstand, am Beckenrand, oder sonst wo herumtrieb, wurde das Spiel plötzlich unterbrochen: Strafwurf! Gegen uns! Wie kann denn das passieren? Irgendwie ziehen wir Strafwürfe magisch an… Gefühlte drei Sekunden später stand es auch schon 1:1, ganz Weinheim war geschockt. Das empirisch in den letzten fünf Spielen belegte Naturgesetz, dass es unmöglich ist, beim TCO ein Tor zu machen, wurde gebrochen! Geht das mit rechten Dingen zu? Haben die Stuttgarter etwa heimlich trainiert, während wir schön die Weihnachtszeit auf dem Sofa verbracht haben? Fragen über Fragen, und eine Nervosität, die sich bis zum Rest der Mannschaft am Kuchenstand ausbreitete. So wurden in der Halbzeitpause ein paar hektische Wechsel vorgenommen, um das Spiel dann doch noch zu retten. Am Ende hatte sich dann zu der blauen Kappe auch noch ein blaues Auge gesellt, da wir mit einem 4:2 glücklich und erfolgreich aus dem Wasser steigen konnten.

Vor dem nächsten Spiel gegen Bodensee, dem stärksten Gegner des ersten Spieltages, galt es den Heimvorteil bis aufs Letzte auszureizen. Der Würstchenkochtopf wurde aufgestellt und die Preise am Kuchenstand wurden gesenkt, um die Mannschaft mit den notwendigen Kalorien zu versorgen. Es wurden Eltern, Partner, und sogar der Nachwuchs herangekarrt, um die Mannschaft zu motivieren. Und nicht umsonst – am Ende konnten wir gegen die stark und geschickt spielenden Bodensee’ler ein sicheres 3:0 nach Hause bringen.

Mit dem sicheren Gefühl, dass jetzt alles wieder nach Plan läuft, und etlichen Würstchen und Stück Kuchen im Bauch ging es in das letzte Spiel gegen Langenau. Letztes Spiel des Tages, in der Hinrunde klar und deutlich gewonnen – reine Formsache. Die anderen Mannschaften waren schon abgereist und die Hälfte der Mannschaft saß wieder beim Kaffee, als es den ersten Torjubel gab. Aber das waren vollkommen unbekannte Stimmen, die da jubelten. Hatte Langenau gerade sein erstes Tor in dieser Saison gemacht? Tatsächlich! Plötzlich doch wieder Hektik und Klaus Jaquemotte und Markus Karch, zwei unserer erfahrenen Top-Spieler, mussten doch nochmal in ihre nasse Badehose schlüpfen und wurden zur Halbzeit eingewechselt. Zu der Zeit hatten wir zwar schon wieder die Führung übernommen, die war mit 2:1 aber noch relativ dünn. Die Experten mussten es dann richten und konnten die dünne Führung auf den komfortablen 7:1 Endstand ausbauen.

Insgesamt war es aus unserer Sicht ein sehr erfolgreicher Tag – wir konnten uns sowohl als guter Gastgeber als auch als starke Mannschaft präsentieren. Leider war die Null hinten nicht mehr zu halten, was uns gezeigt hat, dass das wichtige Spiel gegen Freiburg am nächsten Spieltag kein Selbstläufer wird, ebenso wenig wie die eventuelle Relegation für die Zweite Bundesliga.

Nennenswerte Vorfälle:

-          Unser Exilant Patric Pelzer kam extra angereist, um sein erstes Ligaspiel seit über einem Jahr zu bestreiten

-          Die Schwiegermutter von Michael Siemers Frau kam extra aus Russland angereist, um die Spiele zu sehen

-          Bernhard Höferth war das erste Mal diese Saison bei einem Liga-Spieltag, konnte aber gesundheitsbedingt nicht mitspielen

-          Aufgrund der lockeren Preispolitik wurde der Kuchenstand komplett geleert. Trotzdem konnte noch ein Gewinn gemacht werden.

-          Durch das zahlreiche Erscheinen konnten wir diesen Spieltag nutzen, um gezielt unsere Nachwuchs-Spieler zum Einsatz kommen zu lassen.

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