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Was, schon wieder Spieltag?!? Der letzte war doch gerade erst… Na gut. Und wo? In Freiburg auch noch? Um Himmels Willen, das ist ja schon fast gar nicht mehr in Deutschland!

Und so kam es, dass sich am 9.12. vierzehn tapfere Rugbies auf den Weg nach Süden machten, anstatt es sich am zweiten Advents-Sonntag bei Kaffee und Kuchen gemütlich zu machen. Und der Rugby-Gott hat es gnädig mit uns gemeint: erstes Spiel erst um 12:30 Uhr. Weniger gnädig zeigte er sich gegenüber unseren Schiedsrichtern Markus und Johannes, die trotzdem schon um 9:00 Uhr im Bad anwesend sein mussten. Und noch weniger gnädig zeigte sich Sebbi, der trotzdem die ganze Mannschaft schon um 11 im Bad haben wollte. Das sei ihm verziehen, schließlich hatte er die weiteste Anreise und ist quasi aus dem Flieger von San Francisco direkt ins Sprungbecken des Haslacher Bades gefallen.

Das erste Spiel unseres Tages beim internationalen Turnier „2. Ligarunde der Saison 2018/2019 der UWR Landesliga Baden-Württemberg“ mussten wir gegen den UWR Luxembourg aus gleichnamiger Stadt und gleichnamigem Land bestreiten. Nach einem gemütlichen Einschwimmen ging es nicht weniger gemütlich in die erste Halbzeit, wo wir lediglich durch blindes Alleine Draufbrezeln auf den (meist leeren) Korb 10 Treffer erzielen konnten. In der Disziplin „Draufbrezeln“ können wir uns also getrost 5 Sterne geben und uns mächtig stolz auf die Schultern klopfen: Ja, das können wir, vor allem bei nicht so starken Mannschaften (mehr dazu später). In der zweiten Halbzeit hatten wir uns zum Ziel gesetzt, ein schönes Spiel aufzubauen, und dann aus gezielten Angriffen mit mehreren Spielern die Tore zu machen. Was dann zur Folge hatte, dass wir erstmal gar keine Tore mehr gemacht haben. Erst gegen Ende der zweiten Halbzeit hat es dann so langsam funktioniert (oder den stark ersatzgeschwächten Luxemburgern ist endgültig die Luft ausgegangen) und es kam doch noch das eine oder andere Törchen zustande. Somit wurde das Spiel dann mit 15:0 (oder so) gewonnen.

Unser zweites Spiel war auch gleichzeitig unser letztes Spiel des Tages (ja, der Rugby-Gott hat es gut mit uns gemeint) und der Vorrunde, es ging gegen Basel, mit Unterstützung aus Freiburg (oder war es anders herum?). Die Partie wurde von beiden Mannschaften sehnsüchtig erwartet, da neben uns auch Freiburg in der bisherigen Saison mit einer starken Tor-Inflation zu kämpfen hatte. Die ersten Minuten wurden von beiden Seiten mit viel Energie und Elan angegangen, ohne jedoch Foul zu spielen. Es schien, als hätten sich beide Mannschaften und zwei Drittel der Schiedsrichter dem Fair-Play verschrieben. Nach einigen Ballwechseln (ja, es ging zu wie im Tennis) konnte Johannes endlich Fakten schaffen, und den Ball im gegnerischen Korb versenken. Das fanden die Freiburger anscheinend weniger lustig, und pochten ihrerseits mit Nachdruck auf Ausgleich. Streckenweise konnten sie sich vor unserem Tor festsetzen und Druck ausüben, ohne, dass wir unsere 5-Sterne-Draufbrezel-Künste ausspielen konnten. Und falls doch, kamen wir nicht besonders weit damit. Und dann auch noch das: Ein Drittel der Schiedsrichter hupte das Spiel ab und entschied auf Strafstoß gegen Weinheim! Zum Glück hielt Martin und wir konnten das 1:0 in die Halbzeitpause retten. In der zweiten Halbzeit sollte es ebenso spannend weitergehen. Ja, der Rugby-Gott ist gnädig, aber manchmal auch ein Sadist. Weiterhin wollte sich Freiburg nicht mit einer Niederlage abfinden und nutze jede Gelegenheit, um einen ihrer starken Angriffe anzusetzen. Aber die Verteidigung hielt, und selbst unser Torwart-Neuling Andi hielt den Kübel dicht! Ein wenig zu dicht (für den Geschmack eines Drittels der Schiedsrichter) hielt Johannes den Korb, weshalb es wieder Strafstoß gegen uns gab. Mit etwas Glück (der Rugby-Gott ist gnädig, aber ich wiederhole mich) konnte Martin den Strafstoß über die Zeit retten. Über die Zeit retten wollten wir danach auch unsere Führung, während Freiburg weiterhin für Ausgleich plädierte. Allerdings wurden sie dafür in der Verteidigung etwas nachlässiger, wodurch wir kurz vor Schluss durch einen schnellen Angriff noch sicherstellen konnten, dass zu Spielende bei uns zwei Kerzchen brennen konnten und bei Freiburg keines.

Gut zu wissen:

-        Johannes war diesmal pünktlich im Bad und Karsten war nicht dabei, dadurch hatte diesmal niemand verschlafen!

-        Insgesamt 3 Spieler erheben Anspruch auf die Kappennummer 3, weil sie schon immer die 3 gespielt haben.

-        Sebbi hat zwar bis jetzt jedes Spiel gespielt, aber noch kein Tor erzielt. Dafür verdanken wir ihm, dass wir (ja, wir sind ein Sauhaufen) noch nicht im totalen Chaos versunken sind.

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